SWTE Netz stellt sich als neuer Netzbetreiber Erdgas vor

SWTE Netz; Tobias Koch; Michael Bußmann; Fahrzeug Gas
Geschäftsführer Tobias Koch und der technische Leiter Michael Bußmann informierten über die neue Rolle der SWTE Netz ab 2020.

(vom 17.12.2019)

Stabwechsel im Erdgasnetz in den sieben Stadtwerke-Kommunen

Nur noch wenige Tage bis zum Stabwechsel in den sieben Kommunen der Stadtwerke Tecklenburger Land. Zum 1. Januar übernimmt die SWTE Netz GmbH & Co. KG, die Verantwortung für das Erdgasverteilnetz in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln. Sie löst  die bisherigen Netzbetreiber, die Westnetz GmbH und die SWO Netz GmbH, ab. Zum 1. Januar 2016 hatte die SWTE Netz die Konzession für den Betrieb des Erdgasnetzes und des Stromnetzes in der Region gewonnen und die Netze während einer Übergangsphase an die bisherigen Betreiber verpachtet. Zum 1. Januar 2020 endet die Pachtphase im Bereich Erdgas. Schon in zwölf Monaten steht der nächste große Meilenstein an. Denn zum 1. Januar 2021 übernimmt die SWTE Netz auch den Betrieb des Stromverteilnetzes in den sieben Stadtwerke-Kommunen.

130.000 Menschen im Versorgungsgebiet

In einem Pressegespräch informierte die SWTE Netz über die Veränderungen und warf einen Blick auf die Entwicklung des 2014 gegründeten Tochterunternehmens der Stadtwerke Tecklenburger Land. SWTE Netz-Geschäftsführer Tobias Koch nannte Zahlen. So leben rund 130.000 Menschen im Versorgungsgebiet. Die geografische Fläche des Gebietes beträgt mehr als 533 Quadratkilometer, das Erdgasnetz ist mehr als 1.300 Kilometer lang. Etwa 21.000 Haushalte werden ab 2020 durch die SWTE Netz mit Erdgas versorgt.

Personalaufbau und Standortentwicklung

Um den neuen Aufgaben gewachsen zu sein, hat die SWTE Netz – zum Teil mit Unterstützung ihrer Partner innogy SE und Stadtwerke Osnabrück AG – in den vergangenen Jahren das entsprechende Personal aufgebaut. So wurde unter dem Dach der SWO AG zum Beispiel eine Mannschaft für die Netzwirtschaft entwickelt. Bei der Bewältigung der Aufgaben im Bereich Netzbetrieb und Netzplanung kann die SWTE Netz auf ein 26-köpfiges eingespieltes Team der innogy-Tochter Westnetz GmbH zurückgreifen. Hinzu kommen weitere kaufmännische und technische Mitarbeiter, die von extern zur SWTE Netz gewechselt sind. „Alles in allem zählt die SWTE Netz zum Stichtag 1. Januar 2020 genau 61 Mitarbeiter, die sich in weiten Teilen schon seit Jahren um dieses Netz kümmern“, sagte Tobias Koch. Bis Ende 2020 wird der Personalstamm etwa 80 Beschäftigte umfassen.

Aufgaben der SWTE Netz als Netzbetreiber

Gemeinsam mit dem technischen Leiter der SWTE Netz, Michael Bußmann, gab Tobias Koch einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben eines Netzbetreibers. „Dazu gehört die Netzführung, die Inspektion und Wartung des Netzes, Planung und Dokumentation“, nannte er Beispiele. „Wir sind Ansprechpartner für Kommunen und für Bauherren.“ Hinzu kommen die Bereiche Netzvertrieb und Netzwirtschaft, bei denen es unter anderem um die Zusammenarbeit und Abrechnung mit den Energielieferanten geht. Bei der Bewältigung dieser Aufgaben setzt die SWTE Netz auch auf die Zusammenarbeit mit den bisherigen Netzbetreibern. So wurde die Westnetz GmbH für ein Jahr zum Beispiel mit Dienstleistungen im Bereich Netzführung, Entstörung oder Hausanschlusswesen beauftragt.

Ergasumstellung und LoRaWAN

Gleich im ersten Jahr als neuer Betreiber des Erdgasnetzes in der Region hat die SWTE Netz eine der größten Infrastrukturmaßnahmen dieser Tage zu bewältigen. So erfolgt 2020 in der hiesigen Region die sogenannte Erdgasumstellung von L- auf H-Gas, die den gesamten Nordwesten Deutschlands betrifft. Auch für die mehr als 22.000 Verbrauchsstellen im SWTE-Gebiet ändert sich die Erdgassorte, erläuterte Michael Bußmann. Im Rahmen des von der Bundesnetzagentur koordinierten Verfahrens erfolgt die Umstellung in den Stadtwerke-Kommunen am 29. September und 9. November 2020. Im Zuge der Erdgasumstellung müssen tausende von Gas verbrauchenden Geräten erfasst und angepasst werden. Aktiv ist die SWTE Netz auch in Sachen Digitalisierung. So baut der neue Netzbetreiber aktuell ein sogenanntes LoRaWAN-Netz in den sieben Stadtwerke-Kommunen auf. Die reichweitenstarke Datenautobahn steht Kommunen und Gewerbe für unterschiedlichste Anforderungen vom Energiemanagement bis zur Parkraumüberwachung  zur Verfügung.

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