Umstellung von L- auf H-Gas geht in die heiße Phase

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Michael Bußmann zeigt die Ausweise, mit denen die Mitarbeiter im Zuge der Marktraumumstellung im Einsatz sind.
(vom 04.09.2020)

SWTE Netz: Mehrzahl der Geräte wird erst nach den Schaltterminen angepasst

Tecklenburger Land, 04.09.2020. Die Erdgasumstellung in unserer Region geht in die heiße Phase. Am 29. September wird für die Städte Ibbenbüren und Hörstel der Hebel von L- auf H-Gas umgelegt. Am 9. November ist der zweite Schalttermin, nach dem das H-Gas dann auch in den Kommunen Hopsten, Recke, Mettingen, Westerkappeln und Lotte durch die Leitungen strömt. Wichtig für die Besitzer von Erdgas verbrauchenden Geräten: Die überwiegende Mehrheit der Gasgeräte wird in den Wochen nach den offiziellen Schaltterminen angepasst. „Insgesamt liegen wir mit den Prozessen zur Erdgasumstellung gut im Zeitplan“, sagt Tobias Koch, Geschäftsführer der SWTE Netz GmbH & Co. KG, die das Erdgasnetz in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln betreibt.

Riesiges Infrastrukturprojekt

Zum Hintergrund: Die Erdgasumstellung in der hiesigen Region ist Teil eines riesigen Infrastrukturprojektes im Norden und Westens Deutschland. Weil der Import von niederländischem L-Gas ausläuft, müssen bis zum Jahr 2030 sämtliche Erdgas verbrauchende Geräte auf die Nutzung von H-Gas angepasst werden. Im Einzugsgebiet der SWTE Netz, der Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land, sind mehr als 22.000 Verbrauchsstellen mit mehr als 26.600 Gas verbrauchenden Geräten von der Erdgasumstellung betroffen.

Technische Anpassung ist gestartet

Die Marktraumumstellung von L- auf H-Gas in der hiesigen Region läuft seit fast zwei Jahren. Zunächst wurden sämtliche Gas verbrauchenden Geräte im Versorgungsgebiet der SWTE Netz in einer Datenbank erfasst. Im Umstellbezirk Ibbenbüren und Hörstel haben die mit der Erdgasumstellung beauftragten Firmen insgesamt 16.617 Geräte registriert. In Mettingen, Recke, Lotte, Westerkappeln und Hopsten sind es 9.435 Geräte. Seit Mai sind die Mitarbeiter der mit der Umstellung beauftragten Firmen im Einsatz, um die Gerätschaften – soweit technisch erforderlich und möglich – auf die Verwendung von H-Gas anzupassen. Mehr als 2.300 Geräte wurden bisher in Ibbenbüren und Hörstel umgestellt. In den Umlandgemeinden ist die technische Anpassung erst vor kurzem gestartet.

Nur wenige Geräte nicht anpassbar

„Insgesamt wird das Gros der Geräte entweder zeitnah zum Schalttermin oder im Zeitfenster bis etwa sechs Wochen nach der Schaltung umgestellt“, erläutert Michael Bußmann, Technischer Leiter der SWTE Netz. Mehr als 1.800 Geräte im Versorgungsgebiet der SWTE Netz sind spezielle Gewerbe- oder Industriegeräte, die vom Hersteller oder spezialisierten Drittunternehmen unmittelbar zum jeweiligen Schalttermin umgestellt werden. Etwa 1,9 Prozent der im Versorgungsgebiet registrierten Geräte können technisch nicht auf die Nutzung von H-Gas angepasst werden. Dann haben die Besitzer die Wahl, ob sie ihr Gerät austauschen, still legen oder von ihrem Installateur anpassen lassen. „Eine Quote von 1,9 Prozent nicht anpassbarer Geräte ist vergleichsweise niedrig“, erläutert Michael Bußmann.

Anschlussnehmer arbeiten gut mit

Über die einzelnen Schritte werden die Haushalte und Unternehmen in persönlichen Schreiben informiert. Die Mitarbeiter der Umstellfirmen können sich mit einem Fremdfirmenausweis der SWTE Netz sowie einem individuellen Erkennungsmerkmal, das im Anschreiben genannt ist, legitimieren. „Ohne die Mitarbeit der Anschlussnehmer wäre ein solches Projekt gar nicht möglich“, sagt SWTE Netz-Geschäftsführer Tobias Koch – und bescheinigt den Menschen im Tecklenburger Land ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft. „Im Vergleich zu größeren Städten sind die Rückmeldequoten in unserer Region hoch und es gibt nur wenige Probleme.“   

Sperrung als letztes Mittel

Lässt ein Anschlussnehmer ein nicht anpassbares Gerät nicht austauschen oder stilllegen oder verweigert er seine Mitarbeit im Prozess vollständig, führt am Ende kein Weg an einer Sperrung des Hausanschlusses vorbei, weil andernfalls Gefahr für Leib und Leben droht. Ob es im Versorgungsgebiet der SWTE Netz überhaupt zu Anschlusssperrungen kommen wird, ist noch offen. Im Umstellbezirk Ibbenbüren/Hörstel fehlt bei 25 Anschlussnehmern die Rückmeldung, wie sie mit einem nicht anpassbaren Gerät verfahren möchten. Von 19 Anschlussnehmern konnten die Gerätschaften bisher nicht registriert werden. Drei Anschlussnehmer haben pauschal den Zutritt zu ihren Gasgeräten und damit jede Mitarbeit verweigert.

 Ausführliche Informationen zur Erdgasumstellung gibt es hier.

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