Wie die Energiewende auf dem Lande gelingen kann

SWTE Netz

(vom 09.06.2020)

SWTE Netz kooperiert mit FH Münster in Forschungsprojekt zu nachhaltigen Energiekonzepten im ländlichen Raum

Tecklenburger Land. Es geht um nicht weniger als die Frage, wie die viel zitierte Energiewende auf dem Lande gelingen kann. Wie können Häuser abseits der Ballungszentren möglichst ohne fossile Brennstoffe mit Strom und Wärme versorgt werden? Wie werden die Menschen auf dem Lande klimaneutral mobil? Welche technischen Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um die angestrebte Nachhaltigkeit zu erreichen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu garantieren? Diesen und weiteren Fragen geht ein Verbundforschungsprojekt der FH Münster/Campus Steinfurt nach – und zwar in unserer Region. Denn die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land, die SWTE Netz GmbH & Co. KG, ist ein Projektpartner der Forscher. Gemeinsam wollen sie ein beispielhaftes Quartier im Versorgungsgebiet der SWTE Netz untersuchen.

Energiedaten in Echtzeit

Weitere Projektpartner sind das Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. und B&R Energie. „Das Projekt ,EnerRegio‘ lässt sich thematisch in drei Teile gliedern“, erklärt Projektkoordinator Dr. Elmar Brügging, vom Fachbereich Energie-Gebäude-Umwelt der FH Münster. „Die erste Projektphase befasst sich mit der Aufnahme der energetischen Ist-Situation in einem repräsentativen Quartier in der ländlichen Region“, so Dr. Brügging. Sprich: In einem ausgewählten Siedlungsbereich werden Daten rund um Strom, Wärme und Mobilität erfasst. Welche Heizungsanlage wird genutzt? Wie viele und welche Autos benötigt ein Haushalt? Inwieweit machen die Menschen im Quartier schon heute von erneuerbaren Energieträgern Gebrauch? „Die Idee ist, dass wir uns ganz konkret Quartiere im ländlichen Raum ansehen, idealerweise mit Echtzeitdaten zu Strom, Wärme und Mobilität“, so Dr. Brügging. Im zweiten Schritt werden die Daten in ein Energiekonzept für ländliche Quartiere eingepflegt. In der dritten Phase geht es um die praktische Erprobung der Erkenntnisse in einer Versuchsreihe, die auch die Entwicklung von Speicherkonzepten vorsieht. Derzeit wählen die Projektpartner ein geeignetes Quartier im Versorgungsgebiet der SWTE Netz aus.

Chancen für die SWTE Netz

„Für uns als Betreiber des Gasnetzes und ab 2021 auch des Stromnetzes in der Region bietet das Forschungsprojekt der FH Münster große Chancen“, sagt Tobias Koch. „Denn die Energiewende hat auch Folgen für unsere Versorgungsnetze.“ Schließlich hat es Auswirkungen auf das Stromnetz, wenn zum Beispiel viele Haushalte Photovoltaik-Anlagen nutzen, um Elektrofahrzeuge zu laden. „Wir erhoffen uns Erkenntnisse, wie wir unsere Netze weiterentwickeln müssen, damit sie zukünftigen Anforderungen genügen“, so Tobias Koch. Im Zuge des Projektes entstehen mit einer Bachelor- und einer Masterarbeit zwei wissenschaftliche Arbeiten unter dem Dach der SWTE Netz. Der technische Leiter Michael Bußmann und der Assetmanager Felix Schwerter begleiten die Studierenden von Seiten der SWTE Netz.

Auftakt mit Fragebogen

Und so geht es weiter im Forschungsprojekt: Ist ein geeignetes Modellquartier im Versorgungsgebiet der SWTE Netz ausgewählt, bekommen die Bürger und Betriebe dort Post von den Projektpartnern und einen Fragebogen rund um das Thema Mobilität, also die Nutzung von Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln. „Aus solchen Daten lässt sich ablesen, zu welchen Zeiten alternative Energieträger wie Strom oder Wasserstoff zur Verfügung stehen müssen. Die Daten bilden die Grundlage für die Planung und Dimensionierung von Speichern und Wasserstofferzeugungsanlagen“, erklärt Christian Heinrich, verantwortlicher Projektingenieur der FH Münster. Im zweiten Schritt geht es um die Wärmeversorgung der Haushalte. Die Projektpartner sind sich einig, dass die Ergebnisse der Untersuchung eher langfristige Perspektiven eröffnen. „Dennoch können wir mit den Daten schon heute arbeiten“, betont Tobias Koch. „Denn als Energieversorger möchten wir schon heute die Netze entwickeln, die wir morgen benötigen.“

 

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